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Alle Rotweine

Beim Weinkauf stellt sich oft die Frage, welchen Wein soll ich nehmen - rot oder weiß? Hier erfährst du mehr über Rotweine allgemein, rote Weinsorten und deren Vorzüge. Außerdem erhältst du Tipps zum richtigen Genuss und Lagern deines Weins. Dieses Wissen hilft, deinen passenden Wein zu kaufen.

Rotweine

Rotweine sind Weine aus dunklen Trauben mit tiefroter bis dunkelblauer Schale. Die Schalen enthalten den Farbstoff und werden bei der Erzeugung mitvergoren. Somit bleibt dem Wein die rote Farbe erhalten. Er hat eine Farbpalette, die von hellem Rot mit orange Reflexen über rubinartiges Rot bis hin zu sehr dunklem Rot, fast Schwarz mit gelegentlich violetten Reflexen reichen kann. 

Wo werden Rotweine angebaut?

Rotweine werden hauptsächlich in den warmen und heißen Weinbauländer entlang des Mittelmeeres angebaut, in Nord- und Südamerika, in Südafrika und in Australien. Blaue Rebsorten brauchen ein wärmeres Klima als weiße. Rotweine aus wärmeren Regionen wie italienische Rotweine sind in der Regel körperreicher, haben mehr Alkohol, sind farbintensiver und haben mehr Tanningehalt (gerbstoffreicher). Die aus kühleren Regionen wie Deutschland hingegen sind milder, haben mehr Duft und sind frischer. Trauben verlieren nämlich mit zunehmender Reifung an Säure. Da in wärmeren Regionen die Trauben schneller reifen, haben Rotweine von dort meist weniger Säure.

Deutsche Weine stammen in der Regel von klimatisch besonders bevorzugten Anbaugebieten wie geschützten Tälern entlang von Flüssen wie des Rheins und seinen Nebenflüssen Ahr, Mosel, Main und Nahe, des Neckars und der Saale. In Deutschland werden überwiegend Weißweinrebsorten angebaut, nur etwa zu einem Drittel Rotwein. Die am meisten angebaute rote Rebsorte ist der Spätburgunder (oder auch Pinot Noir genannt). Dahinter folgen Dornfelder und Portugieser.

Welche Stile von Rotwein gibt es?

Als Körper eines Weines versteht man die Einstufung des Stils von leicht bzw. schlank bis schwer bzw. körperreich. Diese Größe wird durch Süße, Säure, Tannin und Alkoholgehalt des Weins bestimmt.

Leichte Rotweine (z.B. Pinot noir und Spätburgunder) sind von heller Farbe und besitzen meist eine moderat hohe Säure. Sie haben oft duftige Aromen, die am besten in großen Ballongläsern zur Geltung kommen. Diese Weine werden überwiegend in Frankreich und Deutschland angebaut - weniger in Italien.

Mittelschwere Rotweine (wie Primitivo, Montepulciano, Merlot, Barbera, Negroamaro, Côtes du Rhône) werden gerne mit Speisen kombiniert, weil sie sich hervorragend mit einer großen Bandbreite an Gerichten vertragen. Mittelschwere Rotweine zeichnen sich durch dominierende rote Fruchtnoten aus. Merlot und Côtes-du-Rhône werden zum größten Teil in Frankreich angebaut. Montepulciano und Negroamaro fast nur in Italien. Primitivo aus Apulien (Italien) ist leichter, kann aber in und um Manduria (Italien) eine unglaubliche Tiefe erreichen. 

Körperreiche oder volle Rotweine (wie Cabernet Sauvignon, Nero d’Avola, Petit Verdot) besitzen meist viel Tannin, eine dichte rote Farbe und volle Furchtnoten. Derartige Weine kann man für sich genießen oder auch mit gleichermaßen kräftigen Speisen kombinieren. Cabernet Sauvignon wird eher in Frankreich angebaut, aber auch zu einem geringeren Anteil in Italien. Nero d’Avola dagegen fast ausschließlich in Italien. Petit Verdot wird eher in Spanien und Frankreich angebaut.

Kurz zusammengefasst:

Stile von Rotweinen - von leicht bis schwer

Bei welcher Temperatur trinkst du Rotwein am besten?

Je nach Beschaffenheit des Rotweines gibt es unterschiedliche Trinktemperaturen. Sie liegt bei den leichten (z.B. Pinot Noir bzw. Spätburgunder) bis leichteren mittelschweren Weinen (z.B. Barbera) bei ca. 13 – 16 °C. Dies entspricht in etwa Kellertemperatur. Mittelschwere (z.B. Merlot, Primitivo) bis volle Rotweine trinkt man am besten bei Zimmertemperatur (d.h. 16-20°C). Beachte, dass diese „Zimmertemperatur“ im Allgemeinen kühler ist als die Temperatur in den meisten Wohnräumen.

Wird der Wein zu kalt getrunken, dann fehlt dem Wein Aroma und er schmeckt möglicherweise etwas sauer. Ist er hingegen zu warm, dann brennt das Aroma möglicherweise in der Nase und er riecht medizinisch. Das passiert gerne bei alkoholstarken Rotweinen, die in Wohnräumen lagern.

Wie lange kannst du offenen Rotwein aufbewahren?

Wein verliert bei Kontakt mit der Luft und der Wohnraumtemperatur schnell an Geschmack. Deshalb bewahre offene Flaschen (am besten mit einem Vakuumverschluss) im Kühlschrank auf, hole ihn etwa eine Stunde vorm Servieren heraus und lasse ihn an Temperatur gewinnen. So lässt er sich noch etwa 3-5 Tage nach dem Öffnen genießen.

Was macht einen guten Rotwein aus?

In unserem Wein-Blog ‚Wein-Wissen‘ findest du eine Anleitung, wie du eine Weinprobe zuhause leicht durchführen kannst. Schau dir den Beitrag gerne an. 

Wie gesund ist Rotwein?

Wein besteht zum überwiegenden Teil (ca. 80-85 Prozent) aus Wasser. Daneben ist Alkohol ein wesentlicher Inhaltsstoff. Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen hat Alkohol in Maßen eine gesundheitsfördernde Wirkung. Neben der Senkung der Herz-Kreislauferkrankungen verringert sich durch moderaten (!) Konsum auch das Risiko, einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden. Dabei spielt aber vor allem die Mischung mit den anderen Inhaltsstoffen des Weines eine sehr große Rolle, die so auch nur in Weinen vorkommen.

Das „französische Paradox“ beschrieb seinerzeit das Phänomen, dass die Franzosen als Weltmeister im Weinkonsum trotz äußerst fettreicher und cholesterinhaltiger Ernährung vergleichsweise weniger Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorwiesen als andere Weintrinker-Nationen. Letztendlich wurde bewiesen, dass der Weinkonsum für dieses Paradox verantwortlich war.

Doch welche Inhaltsstoffe sind es nun, die den Wein „gesund“ machen? Innerhalb der über Tausend Inhaltsstoffe (u.a. Mineralien und Vitamine), die im Wein enthalten sind, finden sich die Polyphenole. Sie kommen hauptsächlich in Traubenstielen, -kernen und schalen vor und sind je nach Rebsorte und Anbaugebiet sehr unterschiedlich. Sie bilden das Immunsystem der Weinbeeren und sorgen dafür, dass bei einer Verletzung der Beerenhaut, die Wunde schneller heilt und Parasiten und Pilze abgewehrt werden.

Da Rotwein mit Traubenschalen und -kernen vergoren wird, hat er einen sehr hohen Gehalt an diesen Polyphenole. Diese wirken als Antioxidantien, die die in Körperzellen entstehenden Freien Radikale neutralisieren. Wissenschaftlich sind vier Polyphenole nachgewiesen. Das wirkungsvollste unter ihnen ist auch unter dem Namen Resveratrol bekannt. Dieser Stoff hat eine positive Wirkung auf den menschlichen Cholesterinspiegel. Eine hohe Konzentration dieses Stoffes findet sich verstärkt in Cabernet-Sauvignon- und Spätburgundertrauben aus den kühleren Anbaugebieten.  

Rote Weinsorten

Hier findest du weitere Informationen zu den gängigsten Rebsorten für Rotweine. Die Weinsorten sind nach Körper sortiert – von leicht zu körperreich.

Pinot Noir/ Spätburgunder

Pinot Noir (französische Bezeichnung für Blauer Spätburgunder) ist eine der ältes­ten Reb­sor­ten der Welt und stammt aus dem Burgund in Frankreich. Die Trauben werden fast immer sortenrein gekeltert. Sie sind rundlich bis oval mit blauer bis violett-blauer Schale. Die Reife erfolgt mittelspät. Pinot Noir bzw. Spätburgunder bevorzugt gute Lagen und tiefgründige, nährstoffreiche, nicht zu trockene Böden. Somit ist sie für das warme Klima weniger geeignet. In Deutschland wird Spätburgunder in den größten Weinbauregionen wie Baden, Pfalz, Rheinhessen, Württemberg und Rheingau angebaut. In Frankreich liefert die Traube, zu Weißwein gekeltert, die Grundlage für den Champagner.

Gamay/ Gamay Noir/ Beaujolais

Gamay Noir ist eine französische rote Rebsorte, die vor allem im Beaujolais (Teil des Burgunds in Frankreich), aber auch an der Loire, im Lyonnais und Südfrankreich angebaut wird. Es handelt sich ebenso um eine sehr alte Rebsorte und soll schon den Römern bekannt gewesen sein. Die Trauben sind kompakt, mit rundlichen, kleinen Beeren und sind eher robust. Die Reife erfolgt spät. Die Weine sind leicht fruchtig, frisch und angenehm mit lebhaftem Bukett und von violett-roter Farbe. Der Beaujolais kann in drei Qualitätsstufen eingeteilt werden:

  1. Einfache Qualität (Beaujolais und Beaujolais nouveau)
  2. Mittlere Qualität (Beaujolais villages)
  3. Hohe Qualität (Beaujolais cru)

Valpolicella/ Amarone

Das Anbaugebiet liegt in Venetien in der Provinz Verona (Italien). Der italienische Valpolicella wird aus Corvina-Trauben, Rondinella und Molinare gewonnen. Der Valpolicella-Wein ist rubinrot, lieblich, samtig und erfrischend. Das Prädikat ‚Classico‘ wird dann vergeben, wenn die Trauebn aus den Gemeinden Negrar, Marano, Fumane, S. Ambrogio und S.Piertro in Cariano kommen (‚Cinque Communi‘). Der Valpolicella ‚Superiore‘ muss mindestens 12 Volumenprozent haben und ein Jahr gereift sein. Der Amarone Valpolicella wird aus ausgelesenen und eingetrockneten Trauben hergestellt und hat einen Alkoholgehalt von mindestens 14 Volumenprozent.

Corvina

Cor­vina ist eine tief­dunk­elrote Traube, die die Basis für den Val­po­li­cel­la bzw. den Ama­ro­ne bil­det. Diese Rebsorte wird meist zusam­men mit Ron­di­nel­la und Moli­na­ra vini­fi­ziert, aber auch ver­ein­zelt sor­ten­rein als Tafel­wein gekel­tert. Der fruchtige und unkomplizierte alltagstaugliche Bardolino-Wein wird aus einem Verschnitt aus überwiegend Corvina und Rondinella mit Zusätzen von Negrara und Molinara hergestellt. 

Merlot

Merlots aus verschiedenen Anbaugebieten unterscheiden sich im Geschmack. Die italienischen und französischen Merlot-Weine schmecken eher nach roter Pflaume und Zeder, die Weine von u.a. Kalifornien, Südafrika, Argentinien eher nach Brombeere und Vanille. Europäische Anbaugebiete sind zum überwiegenden Teil das Bordeaux in Frankreich und zu einem kleineren Teil die Toskana und Veneto in Italien. Das Wort Merlot scheint vom französischen Wort für Amsel ‚Merle‘ abgeleitet zu sein. Ein Vogel, der die frühreifende Rebe bevorzugt. Merlot-Trauben sind mittelgroß und festschalig. Merlot-Weine sind kraftvoll und leicht herb. Sie bestechen durch intensive Fruchtaromen, können aber teilweise auch gut altern und erhalten dann ihren typischen Charakter.

Montepulciano

Montepulciano-Trauben werden fast ausschließlich in Mittel- und Süditalien (Abruzzen, Marken, Molise, Umbrien, Puglia) angebaut. Sie ist die zweithäufigste Traube Italiens. Die meisten Weine kommen aus den Abruzzen und sind als ‚Montepulciano d’Abruzzo‘ ausgezeichnet. Die roten Fruchtnoten des Montepulciano ähneln meist denen des Merlot. Es gibt aber auch körperreichere Versionen, die über zehn Jahre gelagert werden können. Ein über zwei Jahre alter Montepulciano darf als ‚Vecchio‘ bezeichnet werden.

Negroamaro

Diese Rebsorte wird ausschließlich in Italien angebaut und werden nach ihrer Herkunft etikettiert. Das Hauptanbaugebiet liegt im südlichen Italien (Apulien). Dort ist das Klima sehr heiß und so befinden sich die besten Lagen direkt am Meer, wo die kühleren Temperaturen in der Nacht dafür sorgen, dass die Trauben eine natürliche Säure entwickeln. Negroamaro wird oft mit Primitivo verschnitten. 

Côtes du Rhône

Von Lyon bis Avignon an der Rhône entlang verläuft das große französische Anbaugebiet. Die französischen Weine sind tiefdunkel und geschmacksintensiv. Einfache Côtes du Rhône-Weine schmecken jung am besten. Höhere Qualitäten brauchen eine längere Lagerung bis sie ihren optimalen Geschmack erreichen. Man unterscheidet drei Qualitätsstufen:

  1. ‚Einfache‘ französiche Weine können sich Appellation Côtes-du-Rhône Das sind ca. 130 Gemeinden entlang der Rhône.
  2. Ein paar ausgesuchte Orte im südlichen Bereich mit etwas besseren Lagen dürfen sich Côtes-du-Rhône Villages
  3. Appellation Châteauneuf-du-Pape, Côtes du Ventoux, Gigondas etc. beziehen sich auf eng gefasste Gebiete oder Gemeinden und bezeichnen die qualitativ besten Côtes du Rhône-Weine.

Primitivo

Die Primitivo-Traube war bereits im Venedig des 15. Jahrhunderts ein begehrtes Handelsgut. Die meisten Primitivo-Weine stammen aus Apulien (Italien). Sie bringt allein oder im Verschnitt mit anderen Trauben hochwertige Weine hervor. Primitivo-Weine sind meist leichterer Natur. Der ‚Primitivo di Manduria‘ ist hingegen ein alkoholreicher, samtiger Wein mit viel Tiefe. Primitivo wird oft mit Negroamaro verschnitten. Die Primitivo-Traube ist genetisch identisch mit der Zinfandel-Traube, die überwiegend in USA (Kalifornien) angebaut wird und aus der ein würziger, alkoholreicher Wein hergestellt wird.  

Nebbiolo

Diese Rotweinsorte wird vor allem im Piemont und der Lombardei angebaut. Aus dieser Sorte werden gleichnamige Weine, aber auch die italienischen Spitzenweine Barolo und Barbaresco gekeltert. Die Weine sind rubinrot und körperreich. Im Allgemeinen gewinnen sie durch eine längere Lagerung. Allerdings können diese Weine im Alter eine bräunliche Farbe erhalten, da der Farbstoff etwas lichtempfindlich ist.

Nero d’Avola/ Calabrese

Die Nero d’Avola ist die meist gepflanzte Rebsorte in Sizilien (Italien). Sie bringt tiefdunkle Weine mit kräftigen Fruchtnoten und würzigen Aromen hervor. Nero d’Avola-Weine sind sehr lange haltbar. Wenn du diese Weinsorte liebst, dann passt zu dir auch ein Frappato oder ein Nerello Mascalese.  

Petit Verdot

Wert­vol­le, spät­rei­fen­de Sor­te, die vor allem in Bor­deaux ange­baut wird und dort län­ger hei­misch ist als die Caber­net Sau­vi­gnon. Sie ergibt nahe­zu schwarz­ro­te, tan­nin­rei­che und stark säu­re­hal­ti­ge Wei­ne mit fei­ner Wür­ze, wird aber nur noch wenig ange­baut. In den meis­ten Margaux-Weinen ist sie zu rund fünf Pro­zent ent­hal­ten.

Cabernet Sauvignon

Hier handelt es sich um eine französische Rotweinsorte - eine natürliche Kreuzung aus Cabernet Franc und Sauvignon Blanc. Sie wird zum größten Teil im Gebiet rund um Bordeaux, aber auch in Südfrankreich angebaut. In wärmeren Gegenden entstehen fruchtigere Weine mit mehr Alkohol und Tannin. Cabernet Sauvignon-Trauben aus kühleren Gebieten bringen einen Wein mit roten Fruchtnoten und leichterem Körper hervor. In Italien (Norditalien, Toskana) und in Übersee wird diese Sorte ebenso angebaut. Europäische Weine sind vornehme, harmonische Weine von erlesener Qualität, die lange haltbar sind. Außerhalb Europas gibt es eher kraftvollere, körperreiche Weine. Diese Rebsorte wird weltweit am meisten angebaut. Sie braucht mittlere bis gute Lagen, ist aber anspruchslos was den Boden angeht.