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Weine aus Deutschland-Frankreich-Italien

Deutsche Weine

Deutsche Weine

Geschichte

Frühe Anfänge nimmt der Weinbau am Oberrhein, wo schon vor der Eroberung Germaniens Weine durch die Römer von den Germanen kultiviert wurde. Durch die Römer gelang das Know-how des Weinbaus in diese Regionen, dabei brachten sie eine ganze Reihe von antiken Rebsorten mit, die sich mit der Zeit im linksrheinischen Germanien verbreitete. Es ging nicht lange da wurde die Weine von Rhein und Mosel so bekannt, dass zur ernsten Konkurrenz, für die im römischen Land erzeugten Weine wurden. Nach dem Zusammenbruch des römischen Reiches wurde der Wein erst wieder unter der fränkischen Dynastie der Karolinger, vielmehr unter Karl dem Großen wiederbelebt. Im Mittelalter dehnte sich der Weinbau so aus, dass die Rebflächen viermal so groß wie heute waren.

Klima

Weinanbau ist für die deutschen Winzer oftmals eine riskante Angelegenheit, denn der Weinbau stößt hier an seine nördliche Klimagrenze. Nur einige besondere Flächen eignen sich hier für den Weinanbau, der dabei ständig mit dem Obstanbau konkurriert, denn die meisten Obstsorten brauchen die lange sonnige Wachstums- und Reifeperiode. Deshalb sind die Weinberge Deutschlands in klimatisch bevorzugten Gebieten, die meist in den von umliegenden Bergen geschützten Tälern liegen-am Rhein und seinen Nebenflüssen Ahr, Mosel (mit Nebenflüssen Saar und Ruwer), Lahn, Main und Neckar. Ähnlich Weinanbaubedingungen herrschen an Saale, Unstrut und Elbe. Aber auch an den Abhängen vom Schwarzwald, PfälzerWald, Odenwald und Steigerwald ist erfolgreicher Weinbau möglich. Am Bodensee hingegen ist nur Weinbau möglich, weil die Wasserfläche des Sees das Sonnenlicht auf die Weinberge reflektiert, das Klima reguliert und auch Luftfeuchtigkeit spendet.

Zusätzlich zum Klima, spielt auch der Boden eine große Rolle. Besonders gute Weine entstehen auf den Böden, die für Wasser gut durchlässig sind, aber die Rebe trotzdem ständig mit Wasser versorgt. Dennoch sollte die Wasserzufuhr nicht zu stark sein, um ein übermäßiges vegetatives Wachstum zu vermeiden. Auch sehr wichtig ist die Bodenfarbe, denn ein heller Boden reflektiert das Sonnenlicht. Dunkle Böden hingegen absorbieren das Sonnenlicht und Wandeln es in Wärmeenergie um. Nachts strahlen die dunklen Böden die Wärme ab, dies kann in klimatischen Randgebieten, wie am Rhein, an der Mosel, an der Ahr und Elbe besonders im Frühling oder Herbst sehr wichtig sein, denn damit werden Frostschäden verhindert und das Traubengut erzeugt eine höhere Qualität.

Charakter

Durch das nördliche, kühlere Klima enthalten die reifen Weintrauben einen höheren Anteil an Weinsäure aber weniger Gerbsäure wie die südlichen Weine aus wärmeren Regionen. Deshalb haben die deutschen Weine diese unverkennbare Frische und Spritzigkeit. Dies gilt auch für die deutschen Rotweine, wie zum Beispiel den Spätburgunder, denn sie setzten im Verlauf der Flaschenreifung kein Gerbstoffdepot ab, sondern bilden Weinsteinkristalle wie ein Weißwein. Dennoch werden den Rotweinen durch die Lagerung in neuen Eichenholzfässern Gerbsäure hinzugefügt, um sie an den internationalen Geschmack anzupassen.

Geschmacksrichtung 

Die deutschen Winzer haben einen großen Vorteil: Sie können aus einer Traubensorte viele Weine mit verschiedenen Geschmacksrichtungen erzeugen, von herb und alkoholreich bis edelsüß und alkoholarm. In Deutschland werden Weine mit viel Säure getrunken und akzeptiert, jedoch ist umstritten wie viel Süße ein Weißwein haben darf, um trotzdem einen harmonischen Geschmack zu haben. Da bei den deutschen, trockenen Weinen die Säure im Vordergrund steht, aber auch wenig Restsüße haben sollen, ist es eine Herausforderung die Weine harmonisch zu gestalten.

Wissenswertes

  • Es gibt 13 Weinanbaugebiete in Deutschland
  • ca. 105 000 Hektar landwirtschaftlicher Nutzung stehen unter Reben
  • zu über dreiviertel wird Weißwein erzeugt
  • Seit 1996 ist Riesling von der Anbaufläche Nr. 1 der Rebsorten
  • viele deutsche Winzer bauen auch französische Sorten wie Cabernet Sauvignon und
    Sauvignon Blanc an

Deutsche Weinsorten

Riesling

Der Riesling ist bedeutendste Rebsorte im deutschen Weinbau und zählt auch zu den größten Weinsorten überhaupt. Von keiner anderen Weißweinsorte gibt es solch eine Vielfalt an Weinstilen. Dennoch bewahrt der Riesling immer seine Sortencharakteristik.

Müller-Thurgau

Der Müller-Thurgau ist die erfolgreichste und älteste deutsche Neuzüchtung. Die Rebe wurde nach ihrem Züchter Hermann Müller aus Thurgau benannt.

Grüner Silvaner

Vermutlich stammt der Silvaner von Wildreben aus dem Donaugebiet ab, er kommt daher wahrscheinlich aus den Anbaugebieten des ehemaligen Habsburgerreiches entlang der Donau.

Der Blaue Silvaner ist eine Mutation des Grünen Silvaners und ergibt ebenfalls Weißweine.

Gewürztraminer

Der Gewürztraminer ist eine Mutation des nach dem Südtiroler Ort benannten Traminers. Der Name Gewürztraminer stammt aus dem 19. Jahrhundert und bezieht sich auf die intensiven Aromen und die Würze.

Grauer Burgunder

Die Herkunft dieser Mutation des blauen Spätburgunders kenn keiner so genau. Vermutlich entstand diese Sorte im Burgund, wo sie noch heute als Pinot Beurot zugelassen ist. Sie entscheiden sich vom Spätburgunder nur durch die hellen, rosa Beeren.

Weißer Burgunder

Der Weiße Burgunder ist genauso wie der Graue Burgunder eine Mutation aus der Pinot-Familie. Der Pinot Noir gilt als die Urform.

Blauer Spätburgunder

Der Blaue Spätburgunder ist der deutsche Name des noblen Pinot Noir, einer de edelsten Rotweintrauben der Welt.

Lemberger

Der Lemberger ist deutsche Bezeichnung des Limbergers oder besser gesagt des blauen Limbergers, denn so heißt diese Rebsorte offiziell. In Österreich ist diese Sorte als Blaufränkisch weit verbreitet. Auch in Ungarn und Bulgarien wird dem Lemberger in größeren Mengen angebaut.

Schwarzriesling

Diese Weinsorte stammt vermutlich auch aus dem Burgund, wo er vor langer Zeit als Mutation des Pino Noirs entstand